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Donnerstag, 13. Dezember 2012

# Und trotzdem lebe ich weiter- Anja Wille



Klappentext:

Und trotzdem lebe ich weiter

"Ich möchte irgendwann wieder lachen können."

Ihr Sohn Felix ist acht Jahre alt, als er zu seinem Mörder ins Auto steigt. Wochenlang hofft sie, ehe die Todesnachricht kommt und ihr Leben zerstört. Doch Anja Wille überlebt das Unfassbare. Ein Schicksal, das tief unter die Haut geht und dennoch von Hoffnung erzählt.

Neu Ebersdorf bei Bremen, 30. Oktober 2004, es ist der letzte warme Herbsttag dieses Jahres. Um fünf Uhr nachmittags wartet Anja Wille auf ihren achtjährigen Sohn Felix, vergeblich. Und so beginnt der Albtraum ihres Lebens. Was nun folgt, ist die größte Suchaktion, die es je in diesem Land gab. Die Polizei sucht mit Hunden und Hubschraubern, die Helfer von Feuerwehr und THW laufen durch Felder und Wälder, Jäger durchkämmen ihre Reviere. Am 7. Januar 2005 wird Felix gefunden. Auf dem Grund der Geeste, 20 Kilometer von seinem Heimatdorf entfernt. Wie überlebt eine Mutter den gewaltsamen Tod ihres Sohnes? Welche Qualen musste sie aushalten, bis sie endlich wieder Hoffnung schöpft? Mit großer Offenheit erzählt Anja Wille von ihrem langen Weg zurück ins Leben. Mein Fazit: Der schrecklichste Albtraum aller Eltern ! Erschütternd, ergreifend, schrecklich traurig! Tränen sind geflossen.
Dieses Schicksal lässt mich nicht mehr los.
Anja Wille lässt uns in den Abgrund blicken, in den sie mit voller Wucht gestoßen wurde.





Diese Aussage hat mich zutiefst getroffen, sie drückt das ganze Leid aus, das diese Mutter erfahren musste oder immer noch muss. Ich musste echt nach Luft schnappen, mich überfiel eine so tiefe Trauer, schrecklich...


Mir fehlen die Worte...

Anja Wille erzählt auch, wie ihr gesellschaftliches Umfeld langsam zerbröckelt, ihre Freunde wissen mit der Katastrophe nicht umzugehen, die Behörden behandeln sie weiter mit der kalten emotionslosen Art deutscher Bürokratie, fordern bereits gezahltes Kindergeld für den toten Sohn zurück. UNVORSTELLBAR! Die Presse stürzt sich auf die arme Frau, ihre Partnerschaft zerbricht, finanzielle Probleme kommen auch noch hinzu. Sie erfährt keine Gnade, egal was sie unternimmt, Anja Wille wird nur kritisiert.

Grenzenlose Bewunderung empfinde ich für Anja Wille, unter der tonnenschweren Last, die sie ganz alleine tragen musste, stand sie dennoch wieder auf.



( Die verschiedenen Schriftarten kann ich mir nicht erklären)



Montag, 24. September 2012

# Im Koma - Joy Fielding


Klappentext:

Du kannst ihn nicht sehen. Du kannst ihn nur hören. Dein Mörder wartet auf dich ...

Casey Marshall führt ein sorgloses Leben in Philadelphia, umgeben von der Liebe ihres Mannes Warren und erfüllt von ihrem Beruf. Bis zu jenem Tag, an dem ihre Welt zusammenbricht – und sie einem furchtbaren Autounfall zum Opfer fällt. Als Casey im Krankenhaus das Bewusstsein wiedererlangt, wird sie von Panik erfasst: Um sie herum herrscht Dunkelheit, sie kann sich nicht bewegen und nicht sprechen. Doch der wahre Alptraum steht ihr noch bevor, denn sie muss erkennen, dass ihr Unfall in Wirklichkeit ein heimtückischer Anschlag war. Und bald weiß sie – der Mörder ist in ihrer Nähe und wartet nur darauf, sein grausames Werk zu vollenden …

Mein Fazit:

"Im Koma" ist ein Roman, den man durchaus lesen kann aber nicht gelesen haben muss.
Mir war schon ziemlich zu Beginn klar, wer der Täter ist, somit war die Spannung dahin.

Einige Stellen sind etwas langatmig und auch zu langgezogen.
Aber es ist durchaus interessant, sich in die Lage von Casey Marshall hineinzuversetzen.
Hellwacher Verstand aber gefangen im eigenen Körper: ein beängstigender Gedanke!

Alle Personen, die Casey besuchen, plaudern munter drauf los, reiben ihr sogar ihre gepfefferte Meinung von ihr unter die Nase etc.  Ich weiß ja nicht, wie ich mich als Besucherin eines Komapatienten verhalten würde, aber stundenlange Monologe scheinen mir dann doch etwas weit hergeholt.

Alles in einem ein unterhaltsames Buch, das den Leser auch dazu anregt, sich Gedanken
über Menschen zu machen, die jahre- oder gar jahrzehntelang im Wachkoma liegen.
Wieviel bekommt dieser Mensch mit? Hat er Schmerzen? Hört er was? Würde er so einem Leben, nur von Geräten quasi auf "standBy" gestezt, überhaupt 
zustimmen?


Montag, 9. Juli 2012

# Mädchenfänger - Jilliane Hoffman



Klappentext: 
"FYI. pink steht dir gut."
Die dreizehnjährige Lainey kann es kaum fassen: Der gut aussehende Zach, den sie beim Chatten kennen gelernt hat, steht auf sie. Und er will sie treffen! Sie verabreden ein Date.
Als Lainey von der Schule nicht heimkehrt, zieht man einen Spezialisten zurate: FBI-Agent Bobby Dees. Alle Spuren führen ins Nichts. Bis ein Gemälde auftaucht. Es zeigt eine gefesselte junge Frau - und das, was ihr bevorsteht.
Die Zeit wird knapp. Und Bobby kommt ein furchtbarer Verdacht: Was, wenn der Mörder mehrere Opfer in seiner Gewalt hat? Mädchen, die keiner mehr vermisst?
 


Mein Résumé:
Auf Jilliane Hoffman bin ich in der Bloggerwelt gestoßen und habe seither ihre Bücher verschlungen.

Nun zu diesem Buch: Lainey lernt im Internet einen gut aussehenden, charmanten und erfolgreichen Footballer kennen, der ausgerechnet auf das unscheinbare und unglückliche Mädchen steht. Ihre große Schwester will nix mit ihr zu tun haben, ihr kleiner Bruder ist nur nervig und mit ihrer Mutter versteht sie sich auch nicht, erst recht nicht seit sie den schmierigen Autohändler Todd geheiratet hat, der seinen leiblichen Sohn den beiden Stieftöchtern eindeutig vorzieht. Die Chats mit Zach, entführen sie in eine völlig andere Welt, endlich interessiert sich jemand für sie, und was für ein "Jemand" !
Doch hinter diem verlockenden Internetprofil verbirgt sich ein Psychopath, der seine minderjährigen "Dates"
entführt. Seine Opfer sind Mädchen aus problematischen Familien, Mädchen die auch schon mal von Zuhause weggelaufen sind und die scheinbar niemand mehr suchen wird.

Doch der FBI-Agent Bobby Dees, dessen Spezialgebiet verschwundene Kinder sind, wird durch einen ganz persönlichen Schicksalsschlag getrieben, denn seine eigene Tochter wird auch seit Längerem vermisst. Der Täter spielt ihm ein grausames Gemälde zu und holt so Bobby in sein krankes Spiel, bei dem jede verlorene Minute einem Kind das Leben kosten könnte!

Jilliane Hoffman behandelt hier ein hochaktuelles Problemfeld. In Zeiten von Facebook, Twitter, SchülerVZ und sonstigen Social Networks reicht es nicht mehr aus, vor dem Fremden zu warnen, der das Kind auf der Straße ansprechen könnte. Längst nutzen perverse Pädophile den sorglosen Umgang vieler junger Menschen mit der Internetwelt für ihre kranken Phantasien aus. Mir,als große Gegnerin solcher Sozialen Netzwerke, spricht das Buch aus der Seele. Unsere Kinder geben auf dem Schulhof damit an, wieviele  "Freunde" sie auf besagten Plattformen haben. Allein die Bezeichnung "Freund" finde ich in diesem Zusammenhang verantwortungslos, denn es verleitet junge Menschen dazu, die gesunde Distanz die man als Kind gegenüber fremden Personen hat (oder haben sollte) einfach außer Acht zu lassen, denn diese Internetbekanntschaften sind ja alle "Freunde"...
Ok, ok ich , es geht hier nicht um meine große Skepsis gegenüber fb & CO, sondern um das Buch.

"Mädchenfänger" ist ein hochspannender und realistischer Thriller, den ich nur weiter empfehlen kann. Ich habe buchstäblich bis zur letzten Seite mit Bobby gehofft und mitgefiebert, dass seine Tochter Kathy wieder auftaucht.
Das Buch ist in kurzen Kapiteln gehalten, die aus der Sicht verschiedener Akteure erzählt werden. Was mich an Jillianes Bücher allgemein stört und auch verwirrt, sind die vielen Abkürzungen zahlreicher amerikanischer Behörden rund um Justiz und Polizei. Diese ganzen Bezeichnungen finde ich als Leser mit der Zeit etwas nervig. Aber als ehemalige Staatsanwältin hat Jilliane Hoffman da wohl einen anderen Blickwinkel. 


Hochspannend, packend und regt zum Nachdenken an .


Für Neugierige gibt es hier eine kleine Leseprobe

(PS: Die verschieden Schriftarten bei diesem Post kann ich mir nicht erklären, hoffe es ist nicht allzu störend....)

Viel Lesespaß wünscht
SelMama

Mittwoch, 23. Mai 2012

# Die Sekte - Gregg Hurwitz

stolze 640 Seiten


Klappentext:
Leah, die Tochter eines erfolgreichen Hollywoodproduzenten, gerät in den Bann einer Psychosekte und bricht den Kontakt zur Außenwelt ab. Ihr Vater setzt alles daran, sie den Fängen des charismatischen Gurus zu entreißen, und bringt US Marshal Tim Rackley dazu, in dem Fall zu ermitteln. Rackley schleust sich mit falscher Identität in die Sekte ein und entdeckt schon bald, dass der Tod reiche Ernte einfährt: Wer aufbegehrt, wird ermordet. Als seine Tarnung auffliegt, steht Rackleys Leben auf Messers Schneide …


Mein Senf dazu:
Um nicht zuviel zu verraten, werde ich keine Inhaltsangabe machen, sondern meine Meinung kurz und knapp halten ;-)
Gregg Hurwitz lese ich zum ersten Mal. "Die Sekte" ist ein interessanter Thriller, der mir aber an etlichen Stellen zu langatmig ist. Obwohl mich das Thema Sekten anspricht, finde ich Hurwitzs Beschreibung der Sektenseminare und Rituale zu detailliert, was mich auch dazu verleitet hat, einiges nur zu überfliegen...Die Spannung verliert sich schon mal. Hochspannung und Action werden hier nicht groß geschrieben. Der Held dieses Thrillers Tim Rackley macht einen sympathischen Eindruck und man empfindet durchaus Mitleid für seine missliche Lage, der tiefe Fall vom US Marshal zum Wachmann; (in die er sich in " Die Scharfrichter" gebracht hat);ich habe bis zum Schluss gehofft, dass ihm sein mutiges und riskantes Engagement, Leah zu retten und die Sekte "The Program" zu zerschlagen, wenigstens seinen Polizistenjob wieder bringt. (Verrate ich natürlich nicht). Über Dray, Tim Rackleys Frau, die auch Polizistin ist, erfährt man wenig.
Die Methoden der Sekte im Einführungsseminar scheinen mir zu heftig, als dass sich erwachsene Menschen nicht davon abschrecken ließen: den ganzen Tag nix essen, nur mit Erlaubnis auf Toilette, kein Telefon, die Teilnehmer werden gedemütigt und beschimpft, eingesperrt, an jedem Ausgang ein bulliger Sicherheitsmann. Bei mir würden da sofort die Alarmglocken klingeln.Aber das ist nur mein ganz persönlicher Gedanke, denn über die Methoden solcher Sekten in der realen Welt weiß ich so gut wie gar nix. Wie gesagt, da könnte ich mich täuschen, denn eigentlich nimmt man immer an, man selber wäre immun gegen jegliche psychische Manipulation. Wie dem auch sei, machen wir mit dem Buch weiter ;-)

Umgehauen hat mich dieses Buch nicht gerade, zudem sollte man die Reihenfolge der Tim Rackley - Reihe einhalten (was ich nicht gemacht habe). Man erfährt zwar , dass ein dramatischer Schicksalsschlag das Leben des Helden Tim Rackley aus den Fugen gerissen hat aber um richtig Einblick darüber zu kriegen, was damals passiert ist und ihn zu dem Mann gemacht hat, der er heute ist, sollte man bei Interesse
erst " Die Scharfrichter" lesen.

Fazit: 
Hat mich zwar unterhalten, jedoch nicht unbedingt vom Hocker gerissen. Ich denke, ich    werde ein weiteres Buch von Gregg Hurwitz probieren, um mir ein umfassenderes Bild vom Autor machen zu können.

Donnerstag, 17. Mai 2012

Home is where my books are

Bücher sind mein Lebenselixier, ohne Bücher könnte ich nicht einschlafen, keinen Urlaub antreten,
nicht am Strand liegen, nicht U-Bahn fahren, nicht zum Spielplatz gehen, keine Mittagspause machen (als ich noch berufstätig war), nicht entspannen !
Ich lese für mein Leben gerne und gerate schonmal in Panik, wenn ich kein ungelesenes Buch mehr im Haus habe. Mit Grauen denke ich dann an die kommende Nacht, "Ohne Buch ins Bett?" Hilfe!!!!
Trotz meiner Leseleidenschaft, oder gerade deshalb, habe ich keinen Kindle oder wie diese neumodischen Dinger noch so heißen; mir kommt kein Ebook ins Haus, oder unter die Augen!
Ich muss ein Buch fühlen,
mit den Fingern durchblättern,
Eselsohren als Lesezeichen reinknicken (Schande über mich),
das Gewicht eines dickes Wälzers in meiner Hand spüren,
das Buch muss im Blickfeld meines Schlafbreichs sein, immer griffbereit, um mich erneut in die Literaturwelt zu entführen, wenn der über das Nachtlicht meckernde Gatte längst schnarcht ( wieso hat jeder sein eigenes Nachtlicht?!)
Egal wie müde ich bin oder wie spät es wird, ohne Buch kann ich nicht einschlafen. Auch wenn wertvolle Schlafstunden dafür herhalten müssen.
Auch wenn ich eine romantische Ader habe, mag ich keine Liebesromane. Fantasy oder ScienceFiction ist auch so gar nicht meins. In jüngeren Jahren habe ich Horror à la Stephen King gelesen. Heute schlägt mein Bücherherz für Psychothriller. Auch interessante Biografien lese ich gerne.

Und weil ich Bücher regelrecht verschlinge, kam mir die Idee, euch meine Bücher hier vorzustellen.
Jedes mal wenn eines fertig gelesen wurde, schreibe ich kurz meine bescheidene Meinung darüber.
Ob ich es weiterempfehle oder eher nicht. Ich bin schließlich auch durch einige Bloggerinnen auf tolle Bücher gekommen ;-) Na, was sagt ihr?

Dieses Bild hier habe ich auf dieser  tollen Seite gefunden, die Kunst zum freien Download anbietet.

                                                                 by Stephanie Fizer

Ein wunderschönes Bild, das meine Leidenschaft zu Büchern genau ausdrückt...